Die beste digitale Technik schafft Zeit für echte Erlebnisse

Autor: Thomas Halder

Die beste digitale Technik schafft Zeit für echte Erlebnisse

Die Experience beginnt nicht hinter der Eingangstür. Sie beginnt mit der Frage, ob Menschen überhaupt entspannt hineinkommen. Das gilt besonders für Brand Experiences.

Beim Fanatics Fest NYC konnten rund 800 Besucher ihren Platz für die Barbershop-Aktivierung „The Shop“ digital halten, während sie das Festival weiter erkundeten. Statt stundenlang vor dem Stand zu warten, bekamen sie eine Nachricht aufs Handy, sobald sie an der Reihe waren.

Wie sehr Warten die Stimmung kippen lässt, zeigt der „Voice of the Visitor“-Benchmark 2026 von Accesso. Erwähnungen von Warteschlangen und Gedränge sind binnen drei Jahren nahezu doppelt so häufig geworden, rund sieben von zehn fallen negativ aus. Kommen zur Warteschlange Beschwerden über Gedränge und Preise hinzu, sinkt die durchschnittliche Bewertung auf 1,87 von fünf Sternen. Die Daten stammen von Besucherattraktionen wie Freizeitparks und Museen, der Zusammenhang dürfte aber auch für Brand Experiences gelten.

In Brisbane warteten zeitweise 758 Menschen virtuell auf eine Experience, die rund 35 Personen gleichzeitig fasst, ohne vor dem Eingang Schlange zu stehen. Die Wartezeit blieb dabei lang: Zu Spitzenzeiten lag sie laut Fallstudie bei über fünf Stunden. Virtuelles Warten verlagert sie, es löst sie nicht auf.

EAST END Sichtweise: Kapazität und Guest Flow gehören nicht nur in den Produktionsplan, sondern ins kreative Konzept. Digitale Technik ist besonders wertvoll, wenn sie Menschen mehr Freiheit für das reale Erlebnis gibt. IRL beginnt mit Respekt vor der Zeit der Gäste.

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